Yuan auf Weg zu einer Weltleitwährung

F. Malik am Donnerstag, 06.01.2011 um 8:15 Uhr
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Yuan auf Weg zu einer Weltleitwährung

China macht schon zu Beginn des Jahres konsequente Schritte um dem Yuan auf den Weg zu einer Weltleitwährung zu bringen. Zum ersten Mal gibt die Weltbank auf Yuan lautende Titel aus. Das liegt seit längerem in der Logik der globalen Situation. Während erschreckend systemunkundig an wichtigen Tatsachen vorbei über den Euro gewettert wird, bauen sich die Machtverhältnisse rasch auf,  die ich in meinem gestrigen Posting beschrieben habe.

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3 Kommentare

  1. Christian A. Wittke

    … und die vermeintlich wertlosen Dollarreserven Chinas, denen heute schon offizielle US-amerikanische Stellen eine „Rückzahlbarkeit“ absprechen wollen hat die Farbe rot schon lange sinnvoll eingesetzt, um alle Arten von Ressourcen inklusive Land und Energie anzuhäufen; ein Rest bleibt Druckmittel.

    Im Mix mit Milliarden für das eigene Militär, strategisch sinnvolle und global verteilte Investitionen, auch solchen in kränkelnde Eurosünder gibt das Alles dem immer noch als Währung non grata betrachteten Yuan die notwendige Substanz, um die wesentliche Leitwährung zu werden; währenddessen bemüht sich der Dollarraum weiter darum, seinen siechenden Verbündeten das Bedrucken von Papier als wesentliche Wertschöpfung zu verkaufen und Europa vergißt über sein EURO-Dilemma, daß es ein Global Player sein wollte und sein muß!

    caw

  2. Fredmund Malik

    Siehe dazu meine Antwort auf Kommentar 12 vom 2. 1. 2011. Ich schrieb dort u. a. :
    Am besten scheint sich China neu zu orientieren: Stärkung des Binnenmarktes; Förderung der noch unterentwickelten Regionen, Investieren in internationale Rohstoff-Vorkommen, Industrieunternehmen und Banken, sowie Aufkauf von westlichen Staatsobligationen mit den durch Export verdienten Dollarguthaben, bevor diese von den USA nicht mehr eingelöst werden. China könnte vielleicht schon in wenigen Monaten wegen der Deflation zu weit niedrigeren Preisen und zu höheren Dollarkursen kaufen. Aber das ist nicht so wesentlich. Ein grosse Herausforderung wird jedoch das richtige Management dieser Investitionen sein.

  3. Christian A. Wittke

    Sorry, kann ich nicht finden, … trifft aber natürlich genau!

    Aus der Erfahrung in und mit China sollten wir endlich alle lernen, daß langfristig angelegtes logisches Denken einem „vite, vite“ schneller Quartalsbilanzen und noch schnellerer Gewinne weit überlegen ist.

    Aber wem sage(n) ich(wir) das?

    Gruß

    caw